#kulturort: Das „Musée Hergé“ in Belgien.

Wenn man gerne reist, entdeckt man schöne Kulturorte. Ich hab mir mal vorgenommen ab jetzt immer wieder mal, so nach und nach schöne Kulturorte vorzustellen, die mich beeindruckt haben. Persönlich erlebt, subjektiv & handverlesen. 😉

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Als Auftakt möchte ich jedem das „Musée Hergé“ in der Nähe von Brüssel in Louvain-la-Neuve ans Herz legen. Mit dem Auto ist das Museum in einer knappen Stunde zu erreichen und es widmet sich dem französischen Künstler Hergé (eigentlich Georges Prosper Remi), der bei uns insbesondere für seine „Tim und Struppi“-Comics bekannt ist. Interessant ist, dass dieses Museum sein ganzes Schaffen zeigt – und das war viel mehr als „Tintin & Milou“ oder „Kuifje & Bobbie“- wie Tim & Struppi im französischen und flämischen Original heißen.

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Ich war „Praktikant“ bei @Rheinbahn_intim!

Ich werde in Düsseldorf nie wieder Straßenbahn fahren wie vorher. Denn ich habe ein vierstündiges Praktikum mit Erkan Dörtoluk machen dürfen. Er wird als der „Whistleblower von Tarifzone A“  bezeichnet und ist der Mann hinter dem Twitter-Account „@Rheinbahn_intim„.

Seine Tweets von mitgehörten Gesprächen sind über die Stadtgrenzen Düsseldorfs bekannt. Als Vorbereitung für seine Lesung in der Zentralbibliothek hat mich einfach einmal interessiert, wie er an diese Tweets kommt, die gerade auch als Buch mit dem Titel „Du hast mir das Kind gemacht, nicht ich“ erschienen sind.

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Kein Jahresrückblick, ein großes Dankeschön!

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Mein persönliches Jahr 2016 kümmerte sich irgendwie nicht um das globale 2016 und meinte es ganz gut mir. Neben vielen tollen Ereignissen, Reisen und schönem Alltag war es insbesondere auch ein richtiges Social-Media-Jahr und ich durfte vielen sympathischen und interessanten Menschen digitalreal und ganz real begegnen. Insbesondere haben mir aber die realen Treffen und BarCamps der digitalen Gesellschaft große Freude bereitet und mir inhaltlich sehr viel gebracht.

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Wenn eine kleine Idee erwachsen wird: Die „Nacht der Bibliotheken“ 2017 im Geiste Europas

Seit 2005 gibt es alle zwei Jahre in ganz Nordrhein-Westfalen die „Nacht der Bibliotheken“. Auch 2017 findet sie wieder statt und diesmal ist es für mich eine ganz besondere Nacht …

Bei jeder Nacht steht ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt.
Für die Nacht am 10. März 2017 ist dies die „Bibliothek als Ort“ – als zweites Wohnzimmer, als „dritter Ort“ – wie immer man es nennen will – deshalb das Motto: „The place to be“.

Das Besondere für mich: 2017 haben Martin Schulz und das Europäische Parlament die  Schirmherrschaft für die „Nacht der Bibliotheken“ übernommen.

Toleranz, Meinungsfreiheit und friedliches Miteinander verschiedener Kulturen wird in Bibliotheken gelebt

Denn trotz aller aktuellen Probleme und allen Dingen, die nicht rund laufen in Europa und in der EU, bleibt es doch die eine große gemeinsame Vision, die unsere Mütter und Väter und Großeltern nach den Schrecken des 2. Weltkrieges hatten: Ein vereintes, friedliches Europa mit Werten wie Toleranz, Meinungsfreiheit und das Miteinander verschiedener Kulturen. Und das repräsentieren auch unsere Bibliotheken.

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Das haptische „Gute und Schöne“ und die traditionelle Urlaubspostkarte (Mitten-im-Leben-Gedanke #3)

IMG_6615Die Urlaubszeit steht an und bereits im letzten Sommer habe ich mich gefragt, ob sich die traditionelle Urlaubspostkarte in die „Opfer der Digitalisierung“ einreiht. Ich würde es gar nicht mal so schlimm finden. Ein Gedanke.

Habt Ihr noch viele Urlaubspostkarten in letzter Zeit bekommen? Mir ist aufgefallen, dass mich immer mehr Urlaubsgrüße nicht mehr als Postkarte erreichen, sondern über Beiträge bei Facebook oder als What’sApp-Nachricht. Nicht das man das falsch versteht: Ich mag das Versenden von lustigen Postkarten-Grüßen oder persönlichen Briefen über die gelbe Post – und besonders auch die persönliche Weihnachtspost. Aber im Grunde versende fast nur noch diese Dinge auf traditionellem Weg.

Bei Urlaubspostkarten stelle ich einen persönlichen Wandel fest. Es macht mir viel mehr Spaß, Freunde und Familie über das Netz aus dem Urlaub zu grüßen als mit einer 08/15-Allerwelts-Postkarte und das obligatorische „Essen und Hotel gut, Wetter ok“ zu schreiben. Aus dem Urlaub können Social Media Grüße viel persönlicher, individueller sein und machen wegen der Interaktion viel mehr Spaß. Mit einem Foto beim Essen, am Strand, vor einer Sehenswürdigkeit oder in einer besonderen Situation und kann ich meine Begeisterung ganz anders teilen, meine Freundinnen und Freunde quasi via Facebook oder anderen Kanälen mit an den Tisch, an den Strand oder in abgelegene Gegenden einladen …. Und dann wissen alle Zuhause auch viel mehr, als auf eine Postkarte geht, die sich dann erübrigt hat (Natürlich nicht für die, die mit Social Media so gar nichts am Hut haben).

Ja klar, man kann Postkarten aus dem Urlaub origineller gestalten (wo man doch auch die Zeit dazu hätte und dann fänd ich’s auch spannend) – aber irgendwie macht man’s dann doch nicht (außer vielleicht mal auf’n Bierdeckel ’ne Briefmarke zu kleben und den dann wegzuschicken – wenn man denn schnell eine zur Hand hat).

Ok, vorher gut zu überlegen wo, wie und wem man über Social Media Urlaubsgrüße übermittelt gehört dazu. Nicht öffentlich, natürlich nicht breit gestreut. Dazu wird viel Richtiges geraten. Ich habe gute Erfahrungen mit einer eigenen Gruppe bei Facebook extra für den Urlaub gemacht, in die man dann nur sein engsten Umfeld einlädt und damit niemand anderer sieht, dass man grad nicht zu Hause ist. Und es lohnt sich, unter Umständen auch mal vorher ein Blick in die eigenen Facebook-Privatsphäre-Einstellungen…

Und um nochmal auf die Weihnachtspost zurück zu kommen: Das ist für mich tatsächlich anders: Schöne haptische Weihnachtsgrüße haben dann doch eine andere Wertigkeit – genau wie das gebundene Buch gegenüber dem E-Book oder Vinyl gegenüber dem Download. Die Digitalisierung führt doch auch dazu, dass sich auf der anderen Seite das Schöne, Gute und Wertvolle durchsetzt. Mal so gesehen.

Social Media und #Essen (Mitten-im-Leben-Gedanke #2)

IMG_4293Neulich habe ich mein Essen im Restaurant nicht fotografiert und daher nicht bei Facebook gepostet (immer mache ich es ohnehin nicht – aber an diesem Abend hätte es sich gelohnt). Als ich daran dachte, war es zu spät und ich ertappte mich bei der Versuchung, einen der Gäste am Nachbartisch, der das gleiche Gericht bestellt hatte, zu fragen, ob ich mal kurz ein Foto machen dürfte, weil ich doch vergessen hatte, mein Essen zu posten. Hätte ja keiner gemerkt. Aber so weit war es dann doch noch nicht. Nein, bitte kein Fake. Als meine Begleitung das mitbekam, haben wir herzlich gelacht – dann kam aber doch die Frage auf: „Warum musst du eigentlich dein Essen für Social Media fotografieren?“ – Also von „müssen“ kann ja keine Rede sein, wenn dann mache ich es weil es Spaß macht, weil ich mitteilungsfreudig bin und … ja warum eigentlich?

Essen spielt in Social Media allgemein eine große Rolle. Nicht nur das, was ich esse, sondern auch, was ich koche und backe und einkaufe. Und warum? Ich glaube, weil es zutiefst menschlich ist und Menschen verbindet. Wo unterhält man sich besser als beim Essen? Wodurch kann man andere Kulturen besser kennenlernen als beim Essen? Wodurch kann ich meinen eigenen Geschmack oder das, was ich gerne genieße besser kundtun? Durchs Essen! Es bestimmt auch so unser Leben. Und Social Media ist Leben. Also gehört Essen dazu.

Das Posten von Essen bei Facebook und Co. ist sicher ein Zeitgeistphänomen. Die bildliche Darstellung des gedeckten Tisches war aber immer schon ein Ausdruck des Zeitgeistes. Brot, Fisch und Wein in der Bibel oder die Stilleben von Obst und Gemüse berühmter Künstler in allen Epochen – um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Hierzu gibt es viele schlaue Artikel im Netz. Ist da das Posten von Essen heute wirklich etwas anderes? Nur weil heute jeder ein Abbild seiner Mahlzeit machen kann? Ich denke nicht. Es kommt eben nur in Massen daher.

Und nebenbei drückt das eigene Essen doch auch meistens etwas Individuelles über meinen Geschmack und meinen Lebensstil aus. Und deswegen Obacht! Denn ich bin dann im Nachhinein doch sehr froh, dass ich das Essen meines Tischnachbarn nicht gepostet habe, denn so individuell wäre das wohl kaum gewesen. Und deshalb ist auch nicht jedes fotografierte Essen in Social Media interessant. Aber das meiste schon. Guten Appetit! 🙂

Social Media und #Bibliothek (Mitten-im-Leben-Gedanke #1)

IMG_4785Es hat sich viel getan im Bibliothekswesen bezogen auf Social Media. Seit mehreren Jahren beschäftigt mich das Thema „Social Media und Öffentliche Bibliotheken“. Ich halte die Präsenz und professionelle Betreuung von Social-Media-Kanälen in Bibliotheken nicht nur für ungeheuer wichtig, sondern für überlebensnotwendig für eine moderne Bibliothek der Zukunft. Und für selbstverständlich. Warum? Dazu ein Gedanke.
Stell Dir vor, du bist jung, begeisterungsfähig, lebst auch in Social Media und hast dennoch eine gewisse professionelle Distanz und möchtest dich bei einer Bibliothek auf eine interessante Stelle bewerben. Du recherchierst über die Bibliothek und findest eine Homepage und ein paar Nachrichten über Google News. Social-Media-Plattformen? Mäßig, ungepflegt oder gar nicht vorhanden. Du fragst Dich: „Die Bibliothek will digitale Inhalte anbieten, vermitteln und an die Kundinnen und Kunden bringen und ist nicht da wo sich das digitale Leben abspielt?“ Autsch.  Allein Facebook hatte 2015 bereits 28 Millionen Nutzer in Deutschland.

Alle reden vom Imagewandel in Bibliotheken. Wenn man als Bibliothek Informationsspezialisten von Morgen einstellen will, muss man heute auch dort präsent sein. Nichts macht eine Institution, die digitale Dienstleistungen anbietet unattraktiver und unglaubwürdiger, wenn Sie selbst mit dem kommunikativen Kernstück der digitalen Welt „Social Media“ hadert. Ich denke, diese Bibliotheken werden auf Dauer nicht die richtigen Mitarbeiter*innen für die Zukunft gewinnen können (zumindest nicht in den Arbeitsbereichen, wo das eine Rolle spielt).

Denn: Künftige Mitarbeiter*innen werden auf die Bibliothek auch in der digitalen Welt aufmerksam und erleben sie dort positiv – oder eben nicht und wenden sich ab.

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